Die Atemschutzabteilung der FFW Haselbach

Der Bereich Atemschutz spielt in unserer heutigen Zeit eine große Rolle im Feuerwehreinsatz. Immer häufiger werden Kunststoffe und Chemikalien in der Industrie und im Haushalt verwendet. Bei einem Brand oder einem Unfall werden dann Atemgifte freigesetzt. Atemgifte können fest, flüssig oder gasförmig auftreten, dies ist von Stoff zu Stoff unterschiedlich. Der Mensch kann viele Atemgifte, vorallem Gase wie z.B. Kohlenmonoxid (CO) , mit seinen Sinnesorganen nicht wahrnehmen. Dieser Faktor macht sie unberechenbar und gefährlich. Atemgifte können auf verschiedene Weise auf unseren Körper einwirken. Sie können auf uns eine erstickende Wirkung, eine Reiz- und Ätzwirkung oder eine Wirkung auf unser Blut und unser Nervensystem ausüben. Aus diesem Grund kann bei den meisten Feuerwehreinsätzen heute nicht mehr auf schweren Atemschutz verzichtet werden.

Voraussetzung für das Tragen von Atemschutzgeräten ist die Atemschutztauglichkeitsprüfung G-26 und ein abgeschlossener Atemschutzgeräteträgerlehrgang. Dieser Lehrgang kann nach dem abgeschlossenen Truppmann- und Truppführer-Ausbildungslehrgang belegt werden. Der praktische Teil dieser Ausbildung wird in einer Atemschutzübungsanlage durchgeführt

Atemschutzleiter: Andreas Fischer
Stellvertreter: Leo Poiger
Stellvertreter: Feldmeier Christoph

Die Atemschutztruppe

Andreas Fischer (Leiter) Christoph Feldmeier (Stellvertreter)
Leo Poiger (Stellvertreter) Norbert Decker
Franz Gruber Ulrich Rinkl
Reinhold Schläger Christian Seidl
Christian Stahl Michael Starzinger
Daniel Suttner Daniel Sykora
Christoph Wanninger Gerhard Wanninger
Michael Wanninger Hubert Wimmer
Phillip Wirth Florian Würzinger

Die Ausrüstung beim Atemschutz der FFW Haselbach

4 Atemschutzgeräte incl. Flaschen der Marke MSA Auer

Der Pressluftatmer besteht aus einer Tragevorrichtung, an der je nach Gerätetyp eine oder zwei Druckluftflaschen befestigt sind. An das Flaschenventil ist ein Druckminderer und eine Warneinrichtung angebracht. Von dort aus führt die Manometerleitung zum Manometer und die Mitteldruckleitung zum Lungenautomaten. Der Lungenautomat wird per Gewindeverschraubung an der Atemschutzmaske (siehe unten) befestigt.
Die Warneinrichtung spricht bei einem Druck von ca. 55 Bar an. Ein lauter Pfeifton signalisiert dem Atemschutzgeräteträger, das er (und sein Truppmann/Truppführer) spätestens jetzt unverzüglich den Rückweg antreten müssen

Zusätzlich 4 Flaschen, die bei längeren Einsätzen dann ausgewechselt werden können.

Druckluftflasche mit 6 Liter Inhalt mit 300 bar gefüllt, aus Stahl. Dekomprimiert ergibt sich ein Flascheninhalt von 1800 Liter, was ca. 25 bis 30 Minuten Luftvorrat bedeutet.

8 Atemschutzmasken der Marke MSA Auer

Sie muß vollkommen luftdicht auf dem Gesicht angelegt werden, um das Eindringen der Außenluft auszuschließen. Die verbrauchte Luft wird durch ein Auslassventil in die Umwelt abgegeben.

4 Firefly II „Totmannmelder“

Dieses Warngerät wird am Gürtel bzw. am Atemschutzgerät des Geräteträgers angebracht. Es ist mit einem Bewegungssensor ausgerüstet. Wenn der Geräteträger sich 1 Minute nicht bewegen sollte, wird ein Alarm ausgelöst. Falls man sich in einer Norlage befinden sollte, kann der Alarm auch manuell ausgelöst werden

Atemschutz-Zeitüberwachung

Damit der Atemschutzleiter Kontrolle über den ungefähren Luftvorrat, sowie den Einsatzort der eingesetzten Atemschutzgeräteträger hat, benötigt er eine Zeitüberwachung. Wir verwenden das sog. Münchner Modell. Es ist ein elektronisches Gerät, mit dem gleichzeitig zwei Trupps mit jeweils bis zu drei Mann überwacht werden können. Jeder Atemschutzgeräteträger hat seine Namensmarke bei sich, die er beim Beginn des Einsatzes bei der Zeitüberwachung abgibt. Diese Namensmarke wird seitlich in das Gerät eingeschoben und somit beginnt die Zeitmessung. Auf eine transparente Folie kann man Einsatzort und/oder bestimmte andere Vermerke schreiben und später wieder löschen.

2 Hitzeschutzanzüge

Hitzeschutz-Kombination, bestehend aus Feuerschutzmantel mit Kopfhaube und Rucksack für Atemschutzgerät sowie Fingerhandschuhen, jeweils aus aluminisiertem Spezialgewebe mit Isolationsfutter aus speziellem Wollmaterial und NOMEX®-Vlies. Die Sichtscheibe der Kopfschutzhaube ist goldbedampft. Die Kopfschutzhaube schließt luftdicht ab, so dass die Hitzeschutzkleidung nur mit schwerem Atemschutz genutzt werden darf.